Nachhaltigkeit

Erklärung zum Umgang mit Nachhaltigkeitsfaktoren (Art. 4 OffenlegungsVOiVm Art. 2 RTS)

Zusammenfassung

Die Heidelberger Vermögensmanagement GmbH (nachstehend HDVM genannt) hat Nachhaltigkeit in ihre Geschäfts- und Risikostrategie integriert. Kundinnen und Kunden der HDVM können grundsätzlich über mehrere Mandatsformen (standardisierte und individuelle Vermögensverwaltung) nachhaltig nach Art.8 der Offenlegungs-VO (siehe unten) investieren. Bei Investitionsentscheidungen im Rahmen von Vermögensverwaltungsmandaten werden Nachhaltigkeitsrisiken je nach Produkt in unterschiedlichem Umfang berücksichtigt. Unter Nachhaltigkeitsrisiken werden hierbei Ereignisse oder Bedingungen im Bereich Umwelt (Environmental), Soziales (Social) oder Unternehmensführung (Governance) verstanden, deren Eintreten erhebliche negative Auswirkungen auf den Wert einer Investition haben können. Entsprechend der Offenlegungsverordnung nach der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (nachstehend Offenlegungs-VO genannt) klassifiziert die HDVM ihre Produkte als Nachhaltige Produkte nach Artikel 8 Offenlegungs-VO.
Derzeit bietet die HDVM als „hauseigene Lösung“ im Bereich der Vermögensverwaltung mit den Anlagestrategien: Konservatives Portfolio, Ausgewogen35 Portfolio, Ausgewogenes Portfolio und Dynamisches Portfolio nachhaltige Strategien nach Artikel 8 Offenlegungs-VO an.

 

Die entsprechenden Produktklassifizierungen erfolgen in vorvertraglichen Dokumenten und im Anlagegespräch.

 

Beschreibung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen

In dem nachhaltigen Investmentprozess werden die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen einer Investition bezogen auf kontroverse Geschäftsfelder, kontroverse Geschäftspraktiken sowie kontroverse Länderpolitiken berücksichtigt. Dies betrifft beispielsweise die nachteiligen Folgen einer Investition für die Gesundheit aus der Produktion und dem Vertrieb von Tabak oder hochprozentigem Alkohol, negative soziale Folgewirkungen einer Investition in die Rüstungsindustrie oder ökologisch problematische Auswirkungen von Investitionen in Unternehmen, die fossile Energien fördern und deren drohender dauerhafter Wertminderung aufgrund von sinkender Nachfrage und Klimaschutzprogrammen.

Kontroverse Geschäftspraktiken können neben negativen sozialen Auswirkungen auch zu Reputationsrisiken und deren monetären Folgewirkungen durch den Wegfall von Geschäftsbeziehungen und daraus resultierendem Umsatzrückgang und /oder Strafzahlungen bei den betreffenden Unternehmen führen. Verstöße von Unternehmen gegen Umweltschutzrichtlinien können hohe wirtschaftliche Risiken beispielsweise durch die Stilllegung von Produktionsanlagen oder hohe Schadensersatzverpflichtungen zur Folge haben.

 

Beschreibung der Maßnahmen zur Ermittlung und Priorisierung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen

Die Auswahl von Investitionen unter Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien läuft in einem mehrstufigen Prozess ab. Dabei werden sogenannte eigendefinierte Nachhaltigkeitsfilter angewandt, um diejenigen Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, die unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und unternehmensethischer Kriterien ein langfristig stabiles Gewinnpotenzial aufweisen.
Dabei kommen drei Auswahlkriterien zum Einsatz:

  • Negativ-Ausschlusskriterien
  • Score-Kriterien (MSCI ESG Score)
  • ESG-Score Momentum

Die Negativ-Ausschlusskriterien schließen Investitionen in kontroverse sowie nukleare Waffen und Handfeuerwaffen grundsätzlich aus.

Zusätzlich finden umsatzbezogene Ausschlusskriterien Anwendung (max. 0-25% vom Umsatz), darunter fallen folgende Sektoren: Förderung (25%) und Verstromung fossiler Brennstoffe wie Kohle (25 %), sowie die Förderung von Ölsand (25%).

Die angewendeten Score-Kriterien beziehen sich auf die MSCI ESG Scores. Die Systematik der Scores folgt der der Ratingeinstufung von Ratingagenturen.

Ein MSCI ESG-Rating erfasst die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens gegenüber langfristigen, branchenspezifischen Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (ESG). MSCI verwendet eine regelbasierte Methodik, um Branchenführer und Nachzügler entsprechend ihrer Exposition gegenüber ESG-Risiken zu identifizieren und wie gut sie diese Risiken im Vergleich zu Mitbewerbern managen. Die ESG-Ratings reichen von Leader (AAA, AA), Average (A, BBB, BB) bis Laggard (B, CCC).

Unter ESG-Score-Momentum wollen wir all diejenigen Unternehmen bewerten, die im Vergleich zum Vorjahr eine positive ESG- Bewertung erhalten haben. Dadurch können auch Unternehmen zusätzlich in die Betrachtung geraten, die aktuell noch ein schlechteres Rating besitzen, sich jedoch im Zeitverlauf verbessern.

 

Mitwirkungspolitik

Die Heidelberger Vermögensmanagement GmbH unterfällt der Begriffsbestimmung nach als Vermögensverwalter im Sinne von § 134a Abs. 1 Nr. 2 AktG und hat daher seine Mitwirkungspolitik im Sinne von § 134b AktG zu beschreiben.

  • Das Unternehmen übt keine Aktionärsrechte i.S.v. § 134 b Abs. 1 Nr. 1 AktG aus, die auf einer Mitwirkung in der Gesellschaft basieren. Insbesondere werden keine in Bezug auf die Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften bezogenen Rechte wahrgenommen. Das Recht auf einen Gewinnanteil im Sinne der §§ 60ff. AktG sowie auf Bezugsrechte werden in Rücksprache mit den Kunden wahrgenommen.
  • Die Überwachung wichtiger Angelegenheiten der Gesellschaften im Sinne von § 134b Abs.1 Nr.2 AktG erfolgt durch Kenntnisnahme der gesetzlich angeordneten Berichterstattung der Gesellschaften in Finanzberichten sowie ad hoc-Mitteilungen.
  • Ein Meinungsaustausch mit den Gesellschaftsorganen und den Interessenträgern der Gesellschaft im Sinne von § 134b Abs. 1 Nr. 3 AktG findet nicht statt.
  • Eine Zusammenarbeit mit anderen Aktionären im Sinne von § 134 b Abs. 1 Nr. 4 AktG findet nicht statt.

 

Verweis auf internationale Standards

Die einschlägigen Rahmenwerke, wie insbesondere die UN-Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren, dienen der Orientierung bei allen Nachhaltigkeitsthemen und werden regelmäßig bei der Prüfung und Initiierung von Konzepten und Maßnahmen berücksichtigt. Aufgrund der Größe der Heidelberger Vermögensmanagement GmbH wird allerdings noch keine Zertifizierung gemäß den Rahmenwerken angestrebt.

 

Stand: 1. Januar 2022

 

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    • HDVM Marktkommentar: Der Kapitalmarktausblick des Asset Management
    • HDVM Quartalsbericht: Strukturierter Überblick über die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und ein Rückblick der vergangenen Monate quartalsweise
    • HDVM Jahresbericht: Rückblick und Prognosen auf die konjunkturelle Entwicklung und die Finanzmärkte jährlich

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